Samstag, 24. Mai 2008

PRO ORGANO op. I

Bildquelle: Bistum Passau

STROHWEIN 2006


Kein anderes Instrument bietet so viel Kosmos.
Antje Vollmer

So aufwändig und komplex wie eine Orgel aufgebaut ist,
so aufwändig ist es auch Strohwein herzustellen.
So unvergleichlich der Klang der Königin der Instrumente ist,
so einzigartig sind auch die Weine der edelsüßen Königsklasse.

Beiden gemeinsam ist der Abglanz des Unvergänglichen, der sie umgibt.

Wenn man sich mit Süßweinen befasst, beginnt sich ein faszinierender Kosmos innerhalb der Weinwelt zu erschließen. Man muss sich einlassen auf immer neue Perspektiven, lernt Rebsorten völlig neu kennen, lernt Grenzen kennen und überschreitet Grenzen, um schließlich zur Faszination zu gelangen die diese Weine bieten. Sie lehren Ehrfurcht und sind doch gleichzeitig Symbole der Transzendenz. Mehr als alle anderen Weine sind Süßweine ein Ausdruck des menschlichen Strebens nach Vollendung.

So wie ich leidenschaftlich gerne Orgel spiele und mich dabei zum Schaffen immer neuer Klangbilder inspirieren lasse, so gehört meine Leidenschaft auch der Komposition von Strohweinen mit ihrer Vielfalt an immer neuen Aromen, die sich durch den Prozess der monatelangen Trocknung in den Trauben konzentrieren.

Erst durch die ganz persönliche Handschrift, die man als Winzer dem Wein im Lauf seiner Entstehung verleiht, können die verschiedenen Voraussetzungen, die Rebsorten, Klima, Boden, Lage und Jahrgang bieten, zu einem einzigartigen Ganzen zusammengefügt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen allein in einer Kathedrale, die ersten Akkorde auf der Orgel erklingen und füllen den Raum mit ihrem Klang.

Josef Gabriel Rheinbergers 4. Sonate in a-moll op. 98, Fuga cromatica - 3. Satz. – So empfinde ich den Strohwein PRO ORGANO op. I momentan: Komplex und tiefgründig, konzentriert und ausladend, aber stets mit einer durchgehend klaren Struktur. Majestätisch strömend mit einer Fülle an Eindrücken, doch stets die Balance haltend zwischen den unterschiedlichen Komponenten. Geballte Eleganz bis hin zum großen Finale.

Die Essenz eines ganzen Weinjahres konzentriert in einem Glas!

Sonntag, 02. Dezember 2007

Wein_Sortiment


Samstag, 01. Dezember 2007

Edel_Süß

Auf zu neuen Ufern!
So hieß es im Herbst 2007 in vielfacher Hinsicht.
Ein sehr spannendes Weinjahr brachte uns im September
noch eine weitere Überraschung:
Botrytis cinerea - Edelfäule
Nach sehr ergiebigen Niederschlägen setzte der Altweibersommer ein
und die befallenen Trauben von Chardonnay und Weißburgunder
trockneten unter Mithilfe des "ungarischen Windes"
zu wunderbaren Rosinen ein.
Der Jahrgang 2007 wird unser Süßweinsortiment wesentlich erweitern
- wie genau wollen wir noch nicht ganz verraten -
Nur so viel:
Nicht nur Botrytis ist im Spiel, es gibt auch einen Wolf im blauen Schafspelz!

VINARIA_Jungweinatlas



Aufgrund unserer bisherigen Erfolge wurden wir 2008 mit mehreren Weinen in den Vinaria Jungweinatlas aufgenommen!

Verkostet hat Rüdiger Pröll, der ganz besonders von unserer Blaufränkisch Reserve >S<>
















Stroh_Wein

Auf dem Foto sind Strohweintrauben auf einer Schilfstrohmatte kurz
vor der Pressung zu sehen:

Sorte: Grüner Vetliner
Ernte: September 2006
Pressung: Jänner 2007

In diesem Zustand lag der Zuckergehalt bei ca. 36°KMW - also sehr süß, sehr wenig Menge, aber auch sehr gut!

Was ist denn Strohwein eigentlich?

Strohwein gehört zu den arbeitsintensivsten und seltensten edelsüßen Weinen. Nur locker aufgebaute, völlig gesunde und vollreife Trauben werden an einem trockenen Herbsttag so vorsichtig wie möglich in kleine Kisten gelesen und unverletzt nach Hause gebracht. Dort werden sie an einem geschützten, luftigen Ort auf Schilfstrohmatten zum Trocknen aufgelegt (daher kommt auch der Name „Strohwein“).
Im Laufe der Zeit verdunstet das Wasser aus den Beeren und sie schrumpfen rosinenartig ein. Die Konzentration der Inhaltsstoffe wird immer höher und auch der natürliche Zuckergehalt steigt an.
Nach dem österreichischen Weingesetz vorgeschrieben ist eine Lagerzeit von mindestens 3 Monaten und ein Zuckergehalt der Trauben von mindestens 25°KMW bei der Pressung, oder bei schnellerer Trocknung ein Zuckergehalt von mindestens 30°KMW nach mindestens 2 Monaten Lagerzeit.

Strohwein die 1te - Jahrgang 2004

Weil wir uns mit dem unbedingt Notwendigen aber nicht zufrieden geben, sondern etwas Besonderes schaffen wollten, haben wir die Trauben für unseren ersten Strohwein aus den Sorten Grüner Veltliner und Müller Thurgau, sogar 6 Monate lang trocknen lassen und schließlich am 8. April 2005 mit 36°KMW gepresst!
Bis dahin wurde viel gezittert und gebangt, denn allzu leicht können im Laufe einer so langen Lagerung unerwünschte Mikroorganismen die Trauben befallen und alle Bemühungen zunichte machen. Jede Traube muss deshalb in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gegebenenfalls ausgesondert werden.

Dass sich all die Mühe wirklich lohnt, merkt man, wenn man das Ergebnis verkostet. Mit wenigen Worten: Die Essenz eines ganzen Weinjahres konzentriert in einem Glas!

Strohwein die 2te - Jahrgang 2006:

Nun schon zum zweiten Mal haben wir uns im Jahr 2006 an die Strohweinherstellung gewagt. Die Erwartungen waren hoch, schließlich hat der erste Strohwein aus dem Jahrgang 2004 schon einiges vorgelegt.
In den letzten Augusttagen wurde aber dann schon ein wenig gezittert, das Wetter schien es nicht besonders gut zu meinen – immer wieder Regen und kühle Temperaturen – nicht gerade ideal für zukünftige Strohweintrauben, oder doch?!
Schließlich entschloss sich der Sommer im September zu einem neuen Start und ging dann in den schönsten und wärmsten Herbst seit langem über – kurzum: Ideales Strohwein-Wetter mit perfekter Traubenqualität!
Mitte September ging es dann in die Weingärten, um geeignete Trauben auszuwählen und zu ernten. Dieses Mal mit tatkräftiger Unterstützung einiger Freunde, die schon neugierig waren, wie das denn nun so ist mit dem Werdegang eines Strohweins.
Die Hauptrolle spielt auch dieses Mal wieder die Sorte Grüner Veltliner, der ich auch im edelsüßen Bereich großes Potential zutraue. Vor allem in unseren Rieden mit 30-40 Jahre alten Rebstöcken reifen besonders aromatische und lockerbeerige Trauben, die sich ideal für die Strohweinerzeugung eignen.

Dieses Jahr haben wir etwas experimentiert und so kam es zu zwei Pressterminen - allerdings um einiges früher als erwartet, denn der stetige Wind in Verbindung mit den hohen Temperaturen hat die Reifung entsprechend vorangetrieben: Strohwein No I wurde am 9. Dezember 2006 mit 36,5°KMW gepresst, gleich nachdem wir am 8. Dezember noch eine hochkarätige Grüner Veltliner Auslese geerntet hatten - die letzten Trauben des Jahrgangs 2006, die noch an den Stöcken gehangen hatten. Strohwein No II durfte noch etwas warten bis er am 20. Jänner 2007 mit 38,5°KMW gepresst wurde.

Mittlerweile ist aus den Trauben für den Strohwein 2006 schon "ein richtiger Wein" geworden, d.h. die alkoholische Gärung ist abgeschlossen, die beiden Strohweine wurden zusammengefügt, der neue Strohwein 2006 wurde zum ersten Mal filtriert und darf sich jetzt einmal im Keller ausruhen, um zu einer vielversprechenden Zukunft heranzureifen!

Freitag, 04. Mai 2007

Pannonischer_Frühsommer


Die Leichtigkeit des Seins


Sonntag, 01. April 2007

Charakter_Wein

(Quelle: www.landstuhl.de)
"Fürwahr, ich bringe nur eines zur Welt,
aber dieses einzige ist ein Löwe!"
Sprach die Löwin zur Füchsin, die sie schalt,
weil sie nur ein einziges Junges zur Welt brachte.

Donnerstag, 15. Februar 2007

Artikel_Strohwein 04